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  <title>STREY - Tag 'SDMB100' (Atom Feed)</title>
  <updated>2012-08-29</updated>
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    <name>Michael Strey</name>
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  <entry>
    <id>tag:www.strey.biz,2012-08-29:/de/blog/20120828-synchronitaetsueberwachung/</id>
    <title>Überwachung der Synchronität durch Messung der zeitlichen Lage des DAB-Signals</title>
    <published>2012-08-29</published>
    <updated>2015-12-06</updated>
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    <category term="SDMB100" scheme="https://www.strey.biz/tags/SDMB100/"/>
    <summary type="html">Synchronitätsüberwachung in DAB-Gleichwellennetzen kann durch die Analyse der Kanalimpulsantwort oder durch den Vergleich der an den Sendern gemessenen zeitlichen Lagen der ausgestrahlten COFDM-Signale erfolgen. Der Artikel beschreibt die zweite der beiden Methoden, die sowohl beim SDMB 100 als auch beim mit der DAB-XPlorer-Software betreibbaren Messempfänger UEB400-DXP angewendet wird.</summary>
    <content type="html">
<![CDATA[
<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/REC-html40/loose.dtd">
<html><body>
<p>
Ein wesentliches Qualitätsmerkmal von Gleichwellennetzen ist die zeitliche
Synchronität der Sender. Das selbe COFDM-Signal wird – abgesehen von
einem manchmal zur Feinabstimmung bewusst eingefügten Zeitversatz von
wenigen Mikrosekunden – von allen Sendern zur gleichen Zeit abgestrahlt.
</p>


<div id="org9d3f3b8" class="figure">
<p><img src="../../../images/fig-simulation_sfn.png" alt="fig-simulation_sfn.png">
</p>
<p><span class="figure-number">Abbildung 1: </span>Versorgungsgebiete eines Gleichwellennetzes aus sieben Sendern in verschiedenen Betriebszuständen. Das jeweils versorgte Gebiet ist grün dargestellt.</p>
</div>

<p>
Abbildung 1 illustriert, was passiert, wenn diese Synchronitätsbedingung nicht
eingehalten wird. Es zeigt das mit einem vereinfachten Ausbreitungsmodell
berechnete Versorgungsgebiet eines Gleichwellennetzes aus sieben Sendern.
Das Versorgungsgebiet im Falle eines Synchronitätsfehlers (b) ist kleiner
als das bei Ausfall des mittleren Senders (c). Auf einen Synchronitätsfehler
muss deshalb umgehend reagiert werden.
</p>

<p>
Um wechselnde Delays bei der Zuführung des Sendesignals vom Head-End
zu den Sendestandorten auszugleichen, wird heute im Allgemeinen ein dynamischer
Laufzeitausgleich mit in das ETI-Signal eingefügten Zeitstempeln
angewendet. In solchen DAB-Gleichwellennetzen ist die zeitliche Lage des
abgestrahlten COFDM-Signals determiniert. D. h. Zeitmarken im gesendeten
DAB-Signal, wie das periodisch auftretende Nullsymbol, treten an allen
Sendern im Gleichwellennetz zur selben, reproduzierbaren Zeit auf.
</p>

<p>
Das beim SDMB 100 und beim DAB-XPlorer mit dem UEB400-DXP-Empfänger
angewandte Prinzip der Synchronitätsüberwachung nutzt diesen Umstand,
um durch Messung am Senderausgang Synchronitätsfehler zu
entdecken. Beide Geräte messen fortlaufend den
Sendezeitpunkt eines bestimmten Nullsymbols bezogen auf eine
Normalzeit. Während diese Zeitreferenz beim UEB400-DXP die mit einem
integrierten GPS-Empfänger ermittelte GPS-Zeit ist, verlässt sich der
SDMB 100 auf einen externen 1PPS-Takt sowie einen NTP-Server.
</p>


<div id="orge1d1973" class="figure">
<p><img src="../../../images/fig-zeitmarken.png" alt="fig-zeitmarken.png">
</p>
<p><span class="figure-number">Abbildung 2: </span>Zeitmarken im DAB-Signal im Zeitbereich. Das Bild zeigt den ersten Abschnitt eines Transport Frames von 96 ms Länge (Mode I) mit dem Synchronisation Channel, der aus Null Symbol und Phasenreferenzsymbol besteht. Nach Dekodierung des FIC-Inhalts steht auch der CIF-Zähler aus FIG 0/0 zur Verfügung.</p>
</div>

<p>
Abbildung 2 zeigt, welche Zeitmarken innerhalb des DAB-Signals für die
Synchronitätsüberwachung benutzt werden können.  In determiniertem
zeitlichen Zusammenhang mit dem Nullsymbol stellen die in den
genannten Geräten integrierten DAB-Empfänger ein periodisches
Frametriggersignal zur Verfügung, dessen zeitliche Lage mit einer
geeigneten Hardware mikrosekundengenau in Beziehung zum vom
GPS-Empfänger bzw. von einer externen Quelle gelieferten 1-PPS-Takt
gesetzt werden kann.
</p>


<div id="orgb343961" class="figure">
<p><img src="../../../images/fig-delay_messprinzip.png" alt="fig-delay_messprinzip.png">
</p>
<p><span class="figure-number">Abbildung 3: </span>Prinzip der Messung der zeitlichen Lage des Nullsymbols beim stationären On-Site-Monitoring</p>
</div>

<p>
Der in Fast Information Group (FIG) 0/0 des FIC kodierte CIF-Zähler
zählt die Common Interleaved Frames (CIF) modulo 5000. Da ein CIF
24 ms lang ist, kommt exakt alle 120 Sekunden ein CIF-Zähler 0. 
Mit Hilfe des CIF-Zählers aus dem dekodierten FIC kann ermittelt
werden, zu welchem Frame der zur Bestimmung von t<sub>n</sub> im
<a href="#orgb343961">Abbildung 3</a> herangezogene Frametrigger
gehört. Auch die Zeit des für die Messung verwendeten Sekundenimpulses
ist entweder als GPS- oder NTP-Zeit bekannt. Damit kann berechnet
werden, wann das zum Frame 0 gehörende Nullsymbol aufgetreten ist. Die
Zeitdifferenz Δt zwischen der 2-Minuten-Grenze der Referenzzeit
und dem Auftreten des Nullsymbols von Frame 0 ist der von den
genannten Geräten als Qualitätskriterium für die Synchronität in
Mikrosekunden gemessene Wert.
</p>


<div id="orgd8615fc" class="figure">
<p><img src="../../../images/fig-delaydefinition.png" alt="fig-delaydefinition.png">
</p>
<p><span class="figure-number">Abbildung 4: </span>Definition des Delays als Zeitdifferenz zwischen der 2-Minuten- Grenze der GPS-Zeit und dem Auftreten des Phasenreferenzsymbols im Transmission Frame, der einen Common Interleaved Frame mit dem Zähler 0 enthält.</p>
</div>

<p>
Bei fehlerfreiem Betrieb muss das Delay Δt an einem
Sendestandort während der gesamten Laufzeit des Gleichwellennetzes
(d. h. so lange der Multiplexer nicht ausgeschaltet wird)
konstant bleiben. Bei idealer Synchronität des Netzes ist dieser Wert
auch von Sender zu Sender gleich. Das mit einer Auflösung von einer
Mikrosekunde gemessene Delay Δt kann Werte zwischen 0 und
119.999.999 μs annehmen.
</p>

</body></html>
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